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"EQUUS-Blinde Pferde" Private Theaterproduktion in Kooperation mit dem Cinecitta Nürnberg Was treibt Jugendliche zu Gewalttaten? Solche oder ähnliche Fragen stellte man sich in den letzten Wochen vermehrt. Ab 25. April ist nun eine private Theaterproduktion im Cinecitta zu sehen, die genau diese und noch andere Fragen thematisieren wird. Das 1974 uraufgeführte Theaterstück von Peter Shaffer ist nicht unbekannt: Zuletzt sah man „EQUUS“ im Februar auf den Bühnen des Broadways, mit „Potter“-Darsteller Daniel Radcliffe in der Hauptrolle. Nun wagt sich ein Nürnberger Schauspielensemble an den Stoff. 10 Vorstellungen sind dafür in der Arena des Cinecitta ab dem 25. April anberaumt. "EQUUS ist mehr als ein Theaterstück, das lediglich nur Unterhaltungswert verspricht.", so die Regisseurin und Produzentin Sandra Weissmann, die im Jahre 2007 schon mit einer weiteren privaten Produktion „Mädchen in Uniform“ für Furore sorgte. Mittelpunkt des Stücks ist der 19-jährige Alan Strang, der ein scheinbar normal und etwas introvertierter Junge zu sein scheint, bis er in einer Nacht sechs Pferden die Augen aussticht. Warum eine solche Tat? Der Psychiater Martin Dysart, in dessen Obhut Alan gegeben wird, begibt sich auf eine Reise durch die Seele von Alan Strang in Folge derer er sukzessiv die Vorgeschehnisse der Tat aufdeckt und das psychologische Puzzle somit zusammensetzt. Doch Dysart, selbst zweifelnd und ausgebrannt, kann sich allmählich dem Bann des Jungen nicht mehr entziehen und wird mehr und mehr fasziniert von der mystischen Götterwelt, die der junge Alan sich erschuf. „Ein Thema des Stückes ist die Problematik eines Jugendlichen, der durch einen Kontrollverlust einen Amoklauf begeht, sowie Erklärungsansätze darüber, was in einem jungen Menschen vorgeht, der zu einer Gewalttat neigt. „EQUUS“ stellt aber auch die Frage: "Was ist in unserer Gesellschaft normal? Ist der Junge krank oder vielleicht ist es unser Verständnis von Normalität, das ungesund ist?", erzählt Sandra Weissmann. "Lassen wir also die Zuschauer entscheiden…" Eins ist sicher: Die Inszenierung der Nürnberger Schauspielerin und Theaterpädagogin fesselt auch vor allem durch seine Zeitsprünge, die teilweise parallel stattfinden und ungewöhnlich in Szene gesetzt werden. Der Theaterfreund wird sich von der ersten Minute an in Spannung an seinen Sitz gefesselt sehen– bis zum packenden Ende.